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Zum Kotzen: die Hetze im Fall Maria L.

Auch in der JVA Freiburg wird der Mord an der 19-jährigen Studentin, bzw. der Tatverdacht gegen den jungen 17-Jährigen diskutiert. Der Diskurs ist dabei von rassistischen Äußerungen geprägt.

Die Meldung

Als die Badische Zeitung meldete der Tatverdächtige im Fall der getöteten Studentin Maria L. Sei verhaftet, klingelte bei JVA-Beamten deren Diensttelefon; die Nachricht macht Runde. Insassen sprachen ganz offen davon, dass man den Tatverdächtigen ‚aufknüpfen‘ solle.

Verdacht gegen einen jungen Afghanen

Wiewohl die Nationalität vollkommen irrelevant, teilten die Freiburger Strafverfolgungsbehörden mit, es handele sich bei dem der Tat Verdächtigen, um einen 17-jährigen Afghanen, der von dort hierher geflüchtet sei.

Wie offenbar auch in den Sozialen Medien ( wobei ich mich frage, wo da der ’soziale‘ Aspekt sein soll), brachen sich rassistische Äußerungen, Mordphantasien Bahn. Einen Sicherungsverwahrten der selbst wegen Sexualdelikten in Haft sitzt, fragte ich, womit er denn die Gesellschaft bereichert habe, als er noch nicht in Haft saß, ob er -bitte- nochmals schildern könne, für welche ‚Wohltaten‘ er denn die Sicherungsverwahrung erhalten hätte. Darauf wusste er nichts zu erwidern.

Zum Kotzen

Selbstverständlich macht es wütend, wenn eine Frau vergewaltigt und ermordet wird. Keiner Frau, keinem Menschen sollte derartiges widerfahren. Aber der rassistische Diskurs ist nur noch zum Kotzen. Aktuell steht in Ostdeutschland ein junges Pärchen vor Gericht, von der Staatsanwaltschaft beschuldigt eine junge chinesische Studentin vergewaltigt und totgeprügelt zu haben,- das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert. Die Eltern des männlichen Tatverdächtigen/Angeklagten arbeiten bei der Polizei. Wo war dort die hysterische Debatte Ostdeutsche, vielleicht sind die ja besonders sozialisiert, so dass sie wehrlose Studentinnen vergewaltigen und ermorden? Wo war die Debatte über die Situation, als MigrantInnen in ‚Dunkeldeutschland‘ nicht mehr des Lebens sicher sein zu dürfen? Sind autochthone deutsche Frauen nicht mehr vor die Tür gegangen, nachdem die Studentin totgeprügelt gefunden wurde?

Der rassistische Mob, ob vor den Mauern oder in den Knästen, missbraucht den tragischen, traurigen Tod von Maria L. für fremdenfeindliche Hetzte. HelferInnen werden nun beleidigt, bedroht und für den Mord mitverantwortlich gemacht.

Fast mutet es an, als hätten viele Menschen nur auf solch ein Ereignis gewartet, um ihre Menschenfeindlichkeit präsentieren zu können. Zumindest Polizei und Politik nutzen die ‚Gelegenheit‘ um längst in der Schublade befindliche Pläne zur Ausweitung der DNA-Analysen hervor zu holen.

Längst ist Maria L. zu einem Spielstein auf dem Brett von rassistischem Mob, Justiz, Polizei und Politik geworden

Ich finde das zum Kotzen!

Thomas Meyer-Falk, c/o JVA (SV)

Hermann-Herder-Str. 8

79104 Freiburg

https://freedomforthomas.wordpress.com

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